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Bundesvision Song Contest 2010

Der Bundesvision Song Contest ist eine Idee von Stefan Raab, die in diesem Jahr seine fünfte Auflage hatte. Am 1. Oktober fand der sogenannte BuViSoCo 2010 statt und war musikalisch wieder ein sehr hochwertiger und unterhaltsamer Wettstreit. Das Prinzip erinnert sehr an den Eurovision Song Contest, jedoch treten bei der Veranstaltung von TV Total nur deutsche Interpreten gegeneinander an. 16 Bands aus unseren Bundesländern präsentieren jeweils ihr Lied, welches mindestens zur Hälfte auf Deutsch sein muss. Der Sieger wird über die Zuschauer per Telefon- und SMS-Abstimmung ermittelt. Wie auch bei dem Eurovision Song Contest wird die Anzahl der Anrufe der verschiedenen Bundesländer ausgewertet und durch eine Liveschaltung zu den jeweiligen Votingparties die Ergebnisse bekanntgegeben. Im Folgejahr wird der Wettbewerb dann im Bundesland mit den meisten Anrufen stattfinden.

Mit 164 Votingpunkten konnte sich die Band Unheilig durchsetzen. Der Graf trat für das Bundesland Nordrhein-Westfalen an. Dieses Jahr war der Bundesvision Song Contest besonders spannend. Gab es in den letzten Jahren immer einen ganz klaren Favoriten wie Peter Fox, konnte man dieses Jahr erst sehr spät erkennen, wer die Tabelle anführen wird. Erst bei der Hälfte der vergebenen Punkte war offensichtlich, dass die Bands Unheilig und Silly für Sachen-Anhalt den Sieger unter sich ausmachen werden. Mit einem recht knappen Abstand von nur 12 Punkten gegenüber der erstplatzierten Band belegte Silly den zweiten Platz. Der folgenden Liste kann man die Platzierungen der einzelnen Bundesländer entnehmen.

1. 164 – Unheilig (Nordrhein-Westfalen)
2. 152 – Silly (Sachsen-Anhalt)
3. 100 – Ich+Ich (Berlin)
4. 94 – Blumentopf (Bayern)
5. 87 – Das Gezeichnete Ich (Brandenburg)
6. 79 – Norman Sinn & Ryo (Thüringen)
7. 60 – Stanfour (Schleswig-Holstein)
8. 40 – Selig (Hamburg)
9. 39 – Bakkushan (Baden-Württemberg)
10. 22 – Sebastian Hämer (Mecklenburg-Vorpommern)
11. 20 – Kleinstadthelden (Bremen)
12. 20 – Blockflöte des Todes (Sachsen)
13. 18 – Oceana & Leon Taylor (Hessen)
14. 17 – Auletta (Rheinland-Pfalz)
15. 12 – Mikroboy (Saarland)
16. 4 – Dirk Darmstaedter & Bernd Begemann (Niedersachsen)

Meine Favoriten für den diesjährigen Bundesvision Song Contest waren die Blockflöte des Todes, Stanfour sowie Blumentopf. Von der Blockflöte des Todes hatte ich vor dem Contest noch nie etwas gehört. Der Musiker ist sehr vielfältig und paart tolle Pop-Melodien mit einfallsreichen Texten. Sein Song galt dem Kokain und war herrlich ironisch. Dass die Blockflöte nicht gewinnen würde, war mir aber klar. Eigentlich dachte ich, dass Stanfour sehr realistische Chancen haben. Die Band aus Schleswig-Holstein trat schließlich zusammen mit dem Frontmann und dem DJ von Culcha Candela an. Etwas abgeschlagen mit einem siebten Platz mussten sie sich dann aber geschlagen geben. Meinen Erwartungen entsprechen konnte Blumentopf sehr erfolgreich abschneiden. Ein erster Platz war natürlich nicht möglich, denn Unheilig, Silly und Ich+Ich sind einfach die viel bekannteren Bands. Blumentopf konnte sich trotzdem einen guten vierten Platz sichern. Sie traten mit dem Song “So lala” an und vertraten das Bundesland Bayern. Die Band besteht aus vier Rappern und einem DJ aus München.

Der Bundesvision Song Contest war auch in diesem Jahr wieder das Einschalten wert. Das sahen auch wieder sehr viele Zuschauer und erfreuten ProSieben mit einer Quotensteigerung im Vergleich zu den letzten Jahren. Unheilig hat zurecht gewonnen, somit findet der BuViSoCo 2011 in Düsseldorf statt.

Bildquelle: energy.de

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Es gibt 2 Kommentare

  1. Tour sagt:

    war doch irgendwie klar, dass unheilig gewinnt, bei der fanbase….

  2. konzert sagt:

    Ich hätte es eigentlich Blumentopf gegönnt… Na ja, mal schauen, was uns 2011 erwartet.

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